8. Das eigentliche Schneideprogramm 'Plot_Cut__7.exe'
8.1. Programmbeschreibung
Wir
bringen das Schneide-Programm
einfach mal am PC zur Ausführung und ich erläutere dabei, was im Hintergrund
abläuft (Die Schneidemaschine sollte fürs erste noch nicht angeschlossen sein, damit warten wir bis zum Kapitel 'Inbetriebnahme'):
Also,
ZIP-Datei Programme.zip
downloaden und die enthaltenen Dateien in ein Verzeichnis deiner Wahl
kopieren.
Es sind
u.a. folgende Dateien enthalten:- Plot_Cut__7.exe
das eigentliche Schneide-Programm.
- NORA_Flügel_04_mitte.neu
die zugehörige Daten-Datei, sie beinhaltet die
Schneide-Koordinaten für ein Tragflächenprofil.
- INPOUT32.DLL
der Treiber für die Parallelschnittstelle.
- Eingabewerte.alt
hier werden Eingabewerte abgelegt (Dateiname, Plotbereich)
- GeometrieDaten.DAT Hier stehen die Kennwerte/Geometriedaten für deine Maschine (siehe Kapitel 'Geometriedaten') Die Datei muß ab Version Plot_Cut__7 direkt ins Hauptverzeichnis gestellt werden: C:\GeometrieDaten.DAT
Im
EXPLORER bringen wir anschließend das Programm 'Plot_Cut__7.exe'
mit
Doppelklick zur Ausführung/starten.
Darauf wird der folgende
Bildschirm-Inhalt angeboten:

Wir
klicken jetzt einfach den Button rechts oben an:

und
sofort baut sich ein Achsensystem mit einem Raster auf, in das auch
schon der Schneideweg geplottet wird.
Die erscheinenden
Messages quittieren wir mit der Enter-Taste oder der Maus und schon
wird das Flächenprofil geplottet.
Zuerst rot, für die linke
Führungs-Ebene, anschließend grün, für die rechte
Führungs-Ebene.

Das
was wir hier sehen ist quasi eine Simulation des Schneidevorganges.
Die
soll uns bei der Erstellung der Schneidedaten helfen und Fehler schon
im Vorfeld aufzeigen.
Weiter
geht's mit dem Button
:
hier
sehen wir am Bildschirm nichts, aber wie schon die Beschriftung verrät,
werden jetzt die Schneidedaten erstellt, mit denen die einzelnen
Motoren angesteuert werden.
Wer will, kann mit einem Editor
in die neu geschaffene Datei 'NORA_Flügel_04_mitte.CUT'
hineinschauen, da liegen die einzelnen Schritte für die
Motoren vor: U für up, D für down.
Bleibt
noch der dritte Button,
:
Auch hier tut sich am Bildschirm nichts, aber an der
Parallelschnittstelle werden jetzt die Daten zu unserer
Schneidemaschine geschickt. Wäre die Maschine angeschlossen, würde sich
der Schneidebügel langsam durch den Raum bewegen.
Ich sage
hier
absichtlich 'wäre' angeschlossen, denn für den eigentlichn
Schneidevorgang sind noch einige Voraussetzungen zu erfüllen, die im folgenden Kapitel 'Inbetriebnahme' angesprochen werden.
8.2. Programmablauf und Beschreibung zugehöriger Dateien
Hier möchte ich noch etwas genauer auf den Programmablauf eingehen:
Im linken Bildschirmbereich haben wir die folgenden drei Eingabefelder:

Im oberen Feld wird der Name der Datei eingegeben, in der unsere Schneidedaten liegen, hier 'NORA_Flügel_04_mitte.neu'.
Darunter sind zwei Felder, die den Plotbereich vorgeben, der am Bildschirm dargestellt werden soll.
Dargestellt
wird der Schneideweg, einmal für die Ost-Seite (rot). Unterbrochen
durch Messages, wie später auch im Schneidebetrieb. Anschließend wird
die West-Seite dargestellt, ohne diese Pausen.
Die Daten für den Schneideweg stammen aus der im Eingabefeld genannten Datei, 'NORA_Flügel_04_mitte.neu' .
Alle Dateien mit Schneidedaten tragen bei mir die Extension '.neu' und sind wie folgt strukturiert, bzw. formatiert:
Im folgenden Bild ist die Datenstruktur einer Schneidedatei dargestellt:
Die Daten beschreiben den Weg des Schneidebügels vom Absetzpunkt zum Punkt 0/100.
Hier bleibt der Bügel stehen (*P* entspricht Pause), um anschließend wieder zum Absetzpunkt zurückzukehren.

Die Zeilen 1 bis 49 werden vom Programm
überlesen, hier können Notizen gemacht werden.
Ab Zeile 50 folgen die eigentlichen Schneidedaten.
Die gezeigte Formatierung muß unbedingt eingehalten werden! Also immer eine Musterdatei verwenden.
Jede Zeile trägt:
- vier Koordinatenangaben, diese sind im Bild markiert und soweit selbsterklärend.
- Steuerkennzeichen:
*A* --> 'Anreise' vom Absetzpunkt bis zum Startpunkt (hohe Geschwindigkeit möglich)
*S* --> 'Stop' hier bleibt der Schneidebügel stehen, der Schneidestrom muß eingeschaltet werden
*P* --> 'Pause' der Schneidebügel bleibt stehen, z.B. um den Styroblock einrichten zu können
G1* --> Arbeitsbereich, hier erfolgt der Schnitt (niedrige Geschwindigkeit für den Schnitt)
*E* --> 'Stop', hier wird der Schneidestrom ausgeschaltet.
*C* --> 'Rückreise' zum Absetzpunkt (hohe Geschwindigkeit möglich)
- Pausenzeit / Schneidegeschwindigkeit: *)
Die Zahl beschreibt die Pausen im Millisekundenbereich, nach jedem Motorschritt
0001 ist folglich die höchst mögliche Geschwindigkeit
0001 bis 0005 Geschwindigkeitsbereich für Anreise
0020 bis 0025 Geschwindigkeitsbereich beim Schneiden
die richtige Schneidegeschwindigkeit muß experimentell ermittelt werden
- Kommentar:
Der Kommentar beschreibt den jeweiligen Koordinatenpunkt,
er dient dazu, sich in der Datei besser orientieren zu können.
Im Fall von *P* wird der Kommentar als Meldung ausgegeben
Ab Zeile 50 darf die Datei keine Leerzeilen aufweisen!
Anmerkung:
Die in der Datei *.neu
genannten Schneide-Koordinaten werden vom Programm in Seillängen
umgerechnet. Dazu sind die 'Geometriedaten' nötig, die im vorigen
Kapitel angesprochen wurden.
Die Anzahl der Motor-Schritte, die
nötig ist, um die entsprechenden Längenänderungen an den Führungsseilen
herbeizuführen, wird in einer eigenen Datei *.cut abgelegt.
*) Ich habe mal einige Verfahrgeschwindigkeiten gemessen:
0001 50 mm/s
0002 28 mm/s
0005 14 mm/s
0010 7 mm/s
0015 5 mm/s
0020 3.7 mm/s
0025 2.4 mm/s
Stand 07.05.2010
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